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Beschwichtigungssignale unterbrechen Aggressionen, Stress, Angst
und unerfreuliche Dinge aller Art
, oder lassen diese erst gar nicht aufkommen.

Beschwichtigungssignale bauen Vertrauen auf, vermitteln ein Gefühl der
Sicherheit
und helfen, verstanden zuwerden. 

Hunde sind Rudeltiere, deren Sozialverhalten zu einem wesentlichen Teil durch Konfliktvermeidung bestimmt ist.

Beschwichtigungssignale nehmen einen großen Teil der körpersprachlichen
Kommunikation unter Hunden ein, um Konflikte zu vermeiden.

Diese Sprache setzten sie die ganze Zeit über ein, in der sie wach sind und die
geringste Kleinigkeit um sie herum geschieht. 

Ein Hund taucht in der Ferne auf und Ihr Hund beginnt langsamer zu gehen,
dreht sich vielleicht um
oder schnüffelt am Boden um ganz sicher zugehen,
dass der andere Hund gesehen hat, wie freundlich er ist. 

Sie rufen Ihren Hund mit ärgerlicher Stimme und Körperhaltung, denn es ist
schon das dritte Mal (!).
Nun endlich kommt er – ganz langsam, als hätte er Kaugummi unter den Pfoten,
in einem Bogen und am Boden schnüffelnd.
Sie denken, Ihr Hund will Ihnen „eins auswischen“ oder „weiß genau,
dass er ungehorsam war?“
Falsch gedacht – Ihr Hund reagiert auf Ihre angespannte Körperhaltung und
ärgerliche Stimme und versucht nun, Sie zu beruhigen und zu beschwichtigen,
um Aggressionen von Ihrer Seite aus zu verhindern. 

Hunde, die während ihres Aufwachsens normale Möglichkeiten hatten ihre
Sprache im Zusammensein mit anderen Hunden zu entwickeln, werden in der
Regel sozialverträgliche Tiere mit der Fähigkeit, Konflikte zu lösen. 

Natürlich setzen Hunde diese Signale auch gegenüber uns Menschen ein,
werden oft aber nicht verstanden und so kommt es zu Missverständnissen in
der Kommunikation zwischen Mensch und Hund.

Wenn Hunde diese Form ihrer Sprache verlieren, dann oft, weil sie durch
Fehlinterpretationen oder durch Nichterkennen des Menschen für das Zeigen
dieser Sprache bestraft werden.

Doch wir Menschen können lernen die Beschwichtigungssignale unserer Hunde
zu erkennen, zu deuten und sogar sie selbst einzusetzen.
So wird es jedem möglich zu einem besseren Verständnis seines eigenen,
aber auch fremder Hunde zu kommen. 

Die Forschungsarbeit über Beschwichtigungssignale bei Hunden und Wölfen
haben die Norwegerin Turid Rugaas weltweit bekannt gemacht.
Endlich liegt nun auch in deutscher Übersetzung ihr Buch über diese Signale vor,
welches jedem Hundefreund wärmstens zu empfehlen ist.

(„CalmingSignals. Die Beschwichtigungssignale der Hunde“)

In diesem Buch erklärt sie, warum, wann und wie Beschwichtigungssignale von
Hunden eingesetzt werden.
Es ist eine spannende Einladung, die faszinierende Welt der hundlichen
Kommunikation noch besser kennen zu lernen. 

Erschienen ist das Buch im animal Learn Verlag. ISBN 3-936188-01-7


www.animal-learn.de